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Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz AöR
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38820 Halberstadt

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Umsatzsteuernummer: 117/144/40596 (BgA)

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Straße 2
D-06112 Halle (Saale)

Stabile Abfallmengen, Service bei der Altpapiersammlung von Gewerbebetrieben weiter stark nachgefragt

- enwi zieht Jahresbilanz -

Im Entsorgungsgebiet der Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz AöR (enwi) wurden im Jahr 2017 rund 40.400 Tonnen Haus- und Gewerbemüll eingesammelt. Aus dem Anteil der privaten Haushalte ergibt sich ein Aufkommen an Hausmüll von ca. 130 Kilogramm pro Einwohner. Die Gesamtmenge hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert und bildet daher eine stabile Entsorgungssituation im Landkreis ab.

Auch zeigt sich wie in den vergangenen Jahren wieder ein positiver Trend im Bereich Altpapier. Die Menge dieses eingesammelten Wertstoffes, inklusive der Verpackung der dualen Systeme und gewerblicher Anfallstellen, betrug im Jahr 2017 rund 16.700 Tonnen und liegt damit mehr als 300 Tonnen über der Menge aus dem Vorjahr. Einen wesentlichen Anteil daran hat die weiterhin zunehmende Nachfrage dieser Leistung durch die Harzer Gewerbebetriebe. Hier wirkt sich wieder das enwi-Angebot der bedarfsgerechten und kostenlosen Altpapiersammlung am Grundstück positiv aus.

Entgegen des Bevölkerungsrückganges ist die Sperrmüllmenge im Vergleich zum Vorjahr auf 12.500 Tonnen angestiegen (2016: 11.900 Tonnen) und erzielte somit das höchste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Die Menge spiegelt auch die gute Lebenssituation mit dem einhergehenden steigenden Konsum wider. Fast 50 Prozent des Sperrmülls wurden dabei auf den Wertstoffhöfen abgegeben. Das Aufkommen wird dabei unterteilt in Altholz aus Sperrmüll und den restlichen Sperrmüll. Durch die Trennung der beiden Fraktionen ist die energetische Verwertung des Altholzes zu geringeren Kosten möglich.

2017 wurden der enwi ca. 15.700 Tonnen kompostierbare Abfälle zur Verwertung überlassen (2016: 13.600 Tonnen). Diese Spitzenmenge ist im  Wesentlichen auf die neu eingeführte 2. Herbstsammlung (zusätzliche Menge von ca. 500 Tonnen) und, aufgrund der Niederschläge, einem vegetationsreichem Jahr zurückzuführen. 12.300 Tonnen der erfassten kompostierbaren Abfälle, das sind fast 80 Prozent, wurden auf den acht Wertstoffhöfen der enwi angeliefert. Das zeigt, dass die Höfe im Landkreis kontinuierlich genutzt werden und ein optimal auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtetes Angebot vorliegt.

Ebenfalls auf den Wertstoffhöfen wurden 1.000 Tonnen Metallschrott angenommen. Das sind gegenüber den vergangenen Jahren fast 15 Prozent mehr.

Der Elektroschrott wird auf den Wertstoffhöfen und im Rahmen der mobilen Schadstoffsammlung kostenlos entgegen genommen. Die Abholung von elektrischen Altgeräten am Grundstück ergänzt das Angebot. Der enwi ist es gestattet, außerhalb des gesetzlichen Rücknahmesystems Altgeräte selbst zu vermarkten. Hiervon hat sie frühzeitig Gebrauch gemacht, um auch hier positive Effekte für den Gebührenhaushalt zu erzielen. Im Jahr 2017 konnten dadurch rund 110.000 Euro eingenommen und zur Gebührenstabilisierung eingesetzt werden. Damit konnte das Erlösergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert werden.

Am Schadstoffmobil konnten 2017 wieder rund 147 Tonnen Schadstoffe angenommen werden (2016: 146 Tonnen). Grundlage für die kontinuierlich hohe Menge seit zwei Jahren ist eine Neustrukturierung und Optimierung des Sammelsystems zu Beginn des Jahres 2016 und der zusätzlichen Annahme auf dem Wertstoffhof Halberstadt. Dort nahm die enwi allein an den zehn zusätzlichen Sammeltagen fast 40 Tonnen Schadstoffe entgegen.

Die enwi ist für die Beseitigung von verbotswidrigen Ablagerungen außerhalb von Ortschaften zuständig. Die Anzahl der erforderlichen Beräumungen liegt gegenwärtig bei 318 Stück pro Jahr (2016: 395 Stück). Dies ist zwar ein Rückgang zum Vorjahr, aber dessen ungeachtet immer noch zu viel, da die Kosten der Beräumungen der Gebührenzahler trägt und die bequemen und überwiegend kostenlosen Entsorgungsmöglichkeiten der enwi dabei nicht genutzt werden.

Die Anzahl der auf den Grundstücken bereitstehenden Hausmüllbehälter lag im Jahr 2017 bei rund 106.000 Stück. Für die Entsorgung des Altpapiers stehen rund 92.500 Behälter bereit.

Insgesamt wurden durch die enwi im vergangenen Jahr ca. 90.700 Tonnen Abfall entsorgt. Davon konnten ca. 38.100 Tonnen (ca. 42 Prozent) verwertet werden. Altpapier, Metallschrott sowie kompostierbare Abfälle wurden dabei stofflich und Altholz aus der Sperrmüllsammlung energetisch verwertet. Nicht mit eingerechnet wurden damit die rund 52.400 Tonnen, die in der Abfallbehandlungsanlage „Buschhaus“ verbrannt und damit auch energetisch zur Stromerzeugung genutzt wurden. Über die Aufbereitung der Schlacke nach der thermischen Behandlung konnten zusätzlich 1.100 Tonnen Eisenschrott und über 400 Tonnen Nichteisenschrott zurückgewonnen und separiert einer stofflichen Verwertung zugeführt werden. Dies ist ein positiver Nebeneffekt der Energieerzeugung.

Auch in 2017 bestätigte sich wieder, dass die bewährten Sammelsysteme der enwi eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung sowie bei den Unternehmen finden. Infolgedessen liegen seit Jahren eine stabile Entsorgungssituation und somit nahezu konstante Entsorgungsmengen vor, mit denen für die kommenden Jahre eine gute Kalkulationsbasis geschaffen wurde.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei der Entsorgungsberatung unter der Telefonnummer 0 39 41 – 68 80 45 oder auf dieser Internetpräsenz.


Bild: Altpapiersammlung
Altpapiersammlung

Bild: Hausmüllentsorgung
Hausmüllentsorgung

Bild: Straßensammlung von kompostierbaren Abfällen
Straßensammlung von kompostierbaren Abfällen

Bild: Grafik Abfallbilanz 2017

Aktuelle Informationen der enwi:

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