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Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz AöR
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Zuständige Aufsichtsbehörde:
Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Straße 2
D-06112 Halle (Saale)

Informationen aus der 31. Sitzung des Verwaltungsrates vom 4. Juni 2020

Stabile Entsorgungssituation im Landkreis Harz

- enwi legt Abfallbilanz für 2019 vor -

Im Entsorgungsgebiet der enwi wurden im Jahr 2019 rund 40.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll eingesammelt. Aus dem Anteil der privaten Haushalte ergibt sich ein Aufkommen an Hausmüll von ca. 132 Kilogramm pro Einwohner. Darüber informierte Markus Focke, Leiter der Abteilung Entsorgung und Unternehmenskommunikation bei der enwi auf der 31. Sitzung des Verwaltungsrates. Die Gesamtmenge liegt nur geringfügig unterhalb des Vorjahres und bildet daher wieder eine stabile Entsorgungssituation im Landkreis ab.

Entgegen des Bevölkerungsrückganges ist die Sperrmüllmenge im Vergleich zum Vorjahr auf rund 12.800 Tonnen angestiegen (2018: rund 12.700 Tonnen) und erzielte somit das höchste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Die Menge spiegelt auch die teils verbesserte Lebenssituation mit dem einhergehenden steigenden Konsum wider. Über 50 Prozent des Sperrmülls wurden dabei auf den Wertstoffhöfen im Landkreis abgegeben. Das Aufkommen wird dabei unterteilt in Altholz aus Sperrmüll und dem restlichen Sperrmüll. Durch die Trennung der beiden Fraktionen ist die energetische Verwertung des Altholzes zu geringeren Kosten möglich.

Auch zeigt sich, wie in den vergangenen Jahren, ein nahezu konstanter Trend im Bereich des Altpapiers. Die Menge des eingesammelten Wertstoffes, inklusive der Altpapierverpackungen der dualen Systeme und gewerblicher Anfallstellen, betrug im Jahr 2019 rund 16.200 Tonnen und liegt nur knapp unter der Menge aus dem Vorjahr. Auch die Gewerbebetriebe nehmen die kostenlosen Leistungsangebote der enwi weiter gern an.

2019 wurden der enwi ca. 14.300 Tonnen biologische Abfälle zur Kompostierung überlassen (2018: 12.700 Tonnen). Das ist das zweitbeste Ergebnis der letzten fünf Jahre. Über 11.000 Tonnen davon, das sind 77 Prozent, wurden auf den acht Wertstoffhöfen der enwi angeliefert. Das zeigt, dass die Höfe im Landkreis kontinuierlich genutzt werden und ein optimal auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtetes Angebot vorliegt.

Ebenfalls auf den Wertstoffhöfen wurden über 950 Tonnen Metallschrott angenommen. Auch hier konnte das zweitbeste Ergebnis der letzten fünf Jahre erzielt werden.

Der Elektroschrott wird auf den Wertstoffhöfen und im Rahmen der mobilen Schadstoffsammlung kostenlos entgegengenommen. Die Abholung von elektrischen Altgeräten am Grundstück ergänzt das Angebot. Die enwi hat auch im letzten Jahr außerhalb des gesetzlichen Rücknahmesystems Altgeräte in Eigenregie vermarktet, um auch hier positive Effekte für den Gebührenhaushalt zu erzielen. Im Jahr 2019 konnten dadurch rund 72.000 Euro eingenommen und zur Gebührenstabilisierung eingesetzt werden.

Am Schadstoffmobil konnten 2019 wieder rund 156 Tonnen Schadstoffe angenommen werden (2018: 148 Tonnen). Grundlage für die kontinuierlich hohe Menge ist eine Neustrukturierung und Optimierung des Sammelsystems zu Beginn des Jahres 2016 und der zusätzlichen Annahme auf dem Wertstoffhof Halberstadt. Dort nahm die enwi allein an den zehn zusätzlichen Sammeltagen über 37 Tonnen Schadstoffe entgegen.

Die enwi ist für die Beseitigung von verbotswidrigen Ablagerungen außerhalb von Ortschaften zuständig. Die Anzahl der erforderlichen Beräumungen liegt gegenwärtig bei 317 Stück pro Jahr (2018: 327 Stück). Dies ist zwar ein Rückgang zum Vorjahr, aber dessen ungeachtet immer noch zu viel, da die Kosten der Beräumungen die Gebührenzahler tragen und die bequemen und überwiegend kostenlosen Entsorgungsmöglichkeiten der enwi dabei nicht genutzt werden.

Die Anzahl der auf den Grundstücken bereitstehenden Hausmüllbehälter lag im Jahr 2019 bei rund 105.500 Stück. Für die Entsorgung des Altpapiers stehen rund 93.400 Behälter bereit.

Insgesamt wurden durch die enwi im vergangenen Jahr ca. 94.000 Tonnen Abfall entsorgt. Davon konnten 36.100 Tonnen (ca. 38 Prozent) verwertet werden. Altpapier, Metallschrott sowie biologische Abfälle wurden dabei stofflich und Altholz aus der Sperrmüllsammlung energetisch verwertet. Nicht mit eingerechnet wurden die rund 57.500 Tonnen, die in der Abfallbehandlungsanlage "Buschhaus" verbrannt und damit auch energetisch zur Stromerzeugung genutzt wurden. Über die Aufbereitung der Schlacke nach der thermischen Behandlung konnten zusätzlich über 1.100 Tonnen Eisenschrott und über 400 Tonnen Nichteisenschrott zurückgewonnen und separiert einer stofflichen Verwertung zugeführt werden. Dies ist ein positiver Nebeneffekt der Energieerzeugung. Folgt man der Betrachtung, dass es sich bei der durchgeführten thermischen Behandlung von Haus- und Sperrmüll bei der Verbrennungsanlage "Buschhaus" um eine thermische Verwertung handelt, werden gegenwärtig 99,8 Prozent aller entsorgten Abfälle verwertet.

Auch in 2019 bestätigt sich also, dass die bewährten Sammelsysteme der enwi eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung sowie bei den Unternehmen finden. "Infolgedessen haben wir seit Jahren stabile Entsorgungsmengen, mit denen wir eine gute Kalkulationsbasis schaffen können. Und dies können wir wiederum über günstige Gebühren an die Bevölkerung weitergeben", resümiert Markus Focke.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei der Entsorgungsberatung unter der Telefonnummer 0 39 41 – 68 80 45 oder auf dieser Internetpräsenz.

Grafik: Eingesammelte Abfallmengen 2015 bis 2019


Bild: Altpapierentsorgung
Altpapiersammlung im Auftrag der enwi



Bild: Abgabe von biologischen Abfällen auf dem Wertstoffhof
Abgabe von biologischen Abfällen auf dem Wertstoffhof




Baubeginn für neuen Wertstoffhof der enwi in Quedlinburg


Auf der Sitzung des Verwaltungsrates am 4. Juni 2020 berichtete Ingo Ziemann, Vorstand der enwi, dass nach dem Vorbild des Wertstoffhofes Halberstadt ein neuer, großräumigerer Wertstoffhof in Quedlinburg errichtet wird. Dieser zeichnet sich durch eine moderne und strukturierte Bauweise aus, die mehr Platz und damit auch bestmögliche Anlieferungsbedingungen bietet. So werden die Anlieferer wie auch in Halberstadt über eine Auffahrt (Rampe) direkt an die Container heranfahren können, um diese dann bequem und barrierefrei von oben zu befüllen. Zudem wird es auch eine Trennung von Anliefer- und Bewirtschaftungsverkehr geben, so dass gegenseitige Beeinträchtigungen vermindert werden können und eine optimale Abfertigung gewährleistet wird.

Nach Durchführung einer nationalen Ausschreibung wurden im April die Bauaufträge an die Bieter vergeben. Seit Anfang Mai 2020 arbeiten nun bereits die Bagger und Raupen im Gewerbegebiet "Magdeburger Straße". Auch in den kommenden Monaten wird weiter an der Fertigstellung des neuen Geländes gearbeitet. Alle Bauarbeiten liegen bisher im Plan, sodass im Jahr 2021 der Wertstoffhof eine neue enwi-Dienstleistung darstellt.


Bild: Baubeginn auf dem Wertstoffhof Quedlinburg
Baubeginn auf dem Wertstoffhof Quedlinburg

Aktuelle Informationen der enwi:

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